Wer ein Auto kauft, der beschäftigt sich natürlich auch mit der Frage der Autoversicherung. Spätestens im Autohaus wird der Autokäufer mit dieser Frage konfrontiert. Denn viele Autohäuser betreiben einen eigenen Service mit Versicherungsdienstleistungen. Zu klären sind dabei nicht nur die günstigsten Angebote, sondern auch die Frage, welche Autoversicherung unbedingt notwendig sind und welche nicht. Um eines gleich vorweg zu sagen. Es gibt kaum einen härter umkämpften Markt als das Feld der Kfz-Versicherungen. Schaut man hinter die Kulissen der Versicherungskonzerne, so stellt man schnell fest, dass im Autogeschäft zwar nicht die hohen Margen liegen, aber jede Menge wertvolle Kontakte. Die Kfz-Versicherungen werden als Türöffner für den Verkauf weiterer Versicherungsdienstleistungen betrachtet. Bei einem Massengeschäft von mehreren Millionen Neufahrzeugen und Halterwechseln im Jahr lohnt sich dieses Geschäft dann doch. Umso wichtiger ist es, zu wissen welche Versicherungen unbedingt notwendig sind.
Auto Haftpflichtversicherung
Wie der Name schon sagt, muss jeder Halter eines Fahrzeugs, der am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben und bei der Zulassung mittels der Deckungskarte nachweisen. Ansonsten erhält er kein Kennzeichen. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden an Dritten ab, die durch das Führen des Kraftfahrzeugs entstehen. Sie ist Fahrzeug bezogen, unabhängig von wem der Wagen gefahren wird. Letztlich sind durch die Kfz-Haftpflichtversicherung auch alle Insassen versichert, bis auf den Fahrer. Nicht abgedeckt sind freilich auch Schäden, die am eigenen Fahrzeug entstehen.
Auto Vollkaskoversicherung
Schäden am eigenen Fahrzeug, die nicht durch das Verschulden von Dritten verursacht wurden, trägt die Vollkaskoversicherung. Dabei ist es egal, ob ein kleines Missgeschick beim Ausparken passiert, ein Stück Wild ins Fahrzeug läuft oder ein Ast während eines Sturms auf den Wagen knallt. Die Vollkaskoversicherung zahlt alle Schäden. Die Kehrseite der Medaille sind die zusätzlichen Kosten, die durch diese nicht verpflichtende Versicherung auf den Autohalter zukommen. In einzelnen Fällen verlangen Finanzierungsgeber den Nachweis einer Vollkaskoversicherung. Diese ist übrigens auch bei Leasing-Fahrzeugen obligatorisch. Üblich sind bei der Vollkaskoversicherung übrigens auch Selbstbeteiligungen von 300 Euro an aufwärts. Dass heißt, der Versicherungsnehmer hat im Schadensfall den Anteil der Selbstbeteiligung zu übernehmen.
Auto Teilkaskoversicherung
Wer die Kosten einer Vollkaskoversicherung scheut, kann sich auch mit einer Teilkaskoversicherung begnügen. Diese trägt dann zwar nicht die Schäden, wenn man selbst einen Schaden an seinem Fahrzeug verschuldet, ist aber dennoch ganz nützlich. Sie leistet zum Beispiel bei Diebstahl, Glasbruch oder Wildschäden. Die Teilkasko gibt es auch ohne Selbstbeteiligung. Das ist dann schon mal bei einem Maderbiss interessant. Die Teilkasko übernimmt hier nicht nur das Abschleppen und die Reparatur, sondern zahlt für die Dauer der Reparaturzeit auch noch einen Leihwagen. Aber, die Teilkasko ist ebenso wie die Vollkaskoversicherung keine Pflichtversicherung.
Auto Insassenunfallversicherung
Wer eine Kfz-Versicherung abschließt, wird von den Versicherungsspezialisten immer auch auf die Möglichkeit hingewiesen, eine Insassenunfallversicherung abzuschließen. Diese trägt dann das Risiko, das entsteht, wenn sich Insassen des Fahrzeugs des Versicherungsnehmers bei einem durch diesen verschuldeten Unfall verletzen. Soll auch der Fahrer von dieser Versicherung geschützt werden, ist entweder eine Erweiterung notwendig oder der Abschluss einer separaten Unfallversicherung für den Fahrer. Generell zahlt natürlich auch die Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden, die durch den Betrieb des versicherten Fahrzeugs, also auch für Personenschäden an Mitfahrern, entstehen. Die Leistungen der Insassenunfallversicherung gehen jedoch darüber hinaus und bieten zum Beispiel auch einen Invaliditätsschutz.
Auto Rechtsschutzversicherung
Wer mit einem Kraftfahrzeug am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, der wird immer wieder juristisch streitige Situationen erleben. Egal ob beim Blitzen wegen zu schnellen Fahrens, bei einem Bagatell-Unfall oder einem tödlichen Verkehrsunfall. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für den eigenen Rechtsanwalt und bietet darüber hinaus selbst Beratungen an. Der Abschluss einer solchen Autoversicherung für den Rechtsschutz ist zwar freiwillig aber dennoch sinnvoll. Einzelne Versicherungen oder auch der ADAC bieten ein ganzes Paket von Leistungen an, zu denen neben der Rechtsschutzversicherung auch ein Schutzbrief gehört.
Tipp:
Vor dem Abschluss einer Kfz Versicherung lohnt sich ein ausgiebiger Kfz Versicherungsvergleich, da man doch einiges an Geld einsparen kann wenn man die Anbieter untereinander vergleicht.