Checkliste Autokauf

Wer heute ein Fahrzeug erwerben möchte, der sollte sich zunächst grundlegende Gedanken über die mögliche oder notwendige Verwendung machen. Zu klären sind zunächst die praktischen Anforderungen, die der Wagen erfüllen soll. Ganz oben auf der Checkliste Autokauf steht deshalb das Raumangebot. Die meisten Fahrzeuge sind heute zwar für fünf Passagiere zugelassen. Doch eignen sich Kleinwagen und Fahrzeuge der unteren Mittelklasse, also der Kompaktklasse, nicht unbedingt für drei Passagiere im Fond. Das gilt zum Beispiel auch für Familien mit kleinen Kindern. Drei Kindersitze nebeneinander zu positionieren gelingt nur in wenigen Fahrzeugen. Hier müssen schon Wagen gewählt werden, die in der zweiten Reihe über drei Einzelsitze verfügen.


Ist die Frage des Platzangebots geklärt, spielt sicherlich auch die fahrtechnische Nutzung eine Rolle. Wird der Wagen eher nur als motorisierter Einkaufswagen im Kurzstreckenverkehr eingesetzt? Soll es ein Firmenfahrzeug für längere Autobahnstrecken sein? Werden unwegsame Bergstrecken bewältigt? Wird das Fahrzeug häufig auf Schnee oder gar im Gelände bewegt werden? Anhand einer Checkliste kann man hier verschiedene Antriebs- und Triebwerksformen auswählen. Für den Stadtverkehr reicht sicherlich ein kleiner Benzinmotor, während sich für längere Fahrten ein Diesel lohnt, oder in ländlichen Regionen auch ein SUW mit Allradantrieb.

Doch damit nicht genug. Natürlich spielen auch psychologische Komponenten wie Fragen des Geschmacks eine Rolle. Welches Fahrzeug passt zu seinem Käufer? Hier sind Fragen des Stils, der Farbgebung und der Formgebung zu prüfen. Es gilt natürlich auch zu prüfen, welche Ausstattungsdetails unbedingt notwendig oder wünschenswert sind. Ist ein Navigationsgerät dringend erforderlich oder eine Freisprechanlage für mein Handy? Sollten es Ledersitze sein?

Erst wenn anhand einer Checkliste das optimale Fahrzeug ermittelt wurde, sollte man sich Gedanken über die Finanzierung machen. Dabei gilt es natürlich auch zu prüfen, ob tatsächlich ein Neuwagen angeschafft werden muss, oder ob nicht auch ein Vorführwagen, Jahreswagen oder junger Gebrauchtwagen den gleichen Zweck erfüllt. Hier kann man enorm viel Geld sparen. Denn die meisten Fahrzeuge verlieren im ersten Jahr ein Viertel bis ein Drittel ihres Wertes und kosten nach drei Jahren kaum noch die Hälfte.

Ist schließlich das Wunschfahrzeug gefunden, gilt es die geeignete Finanzierungsform zu ermitteln. Das entfällt natürlich, wenn das notwendige Kapital bereits in bar oder auf dem Konto zur Verfügung steht. Zu beachten sind bei Finanzierungen auch die steuerlichen Gesichtspunkte. So können Selbständige bei Finanzierungen lediglich den Zinsanteil steuerlich als Betriebsausgaben geltend machen. Demgegenüber kann beim Leasing die komplette Rate abgesetzt werden. Ist auch diese Frage geklärt, so bleibt bei der Finanzierung noch die Wahl des günstigsten Anbieters. Zur Wahl steht hier die Bank des Autohauses, die Hausbank, mit der zum Beispiel die eigene Immobilie finanziert wird, oder ein Dritter, zum Beispiel eine Direktbank.